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End of the Weak (iCON The Mic King) 
30.05.09 im Cassiopeia, Berlin
Beatboxweltmeisterschaft, Karneval der Kulturen, Pfingsten, End of the Weak - vier Veranstaltungen in 96 Stunden vierteilt das angereiste und heimische Volk. Bekanntlich hat man dann die Qual der Wahl und ...

...leider verirrten sich zunächst recht Wenige zum Konzertteil ins Cassiopeia. Diesmal fand keine EOW-Challenge statt und leider fiel wegen Zeus Rache die Open-Air-Kinovorstellung des Films Love, Peace & Beatbox aus. Tadeln wir den Göttervater und heben stattdessen die HipHop-Kultur in den Olymp!

Gegen halb eins springt MC Furious als Host des Abends ans Mikro und haut auf'n Tisch. Pirate MC und sein Kumpane DJ Inkognito zeigen dem Publikum was 'ne Harke ist und fetzen in den Abend rein. MC Flexxus Beatslager (Amsterdam, NL), begleitet von DJ Bulet an den Turntables, befand sich entweder noch in der Phase, die Ruhe vor dem erwarteten Sturm zu genießen oder stand sich einfach selbst im Weg. Knapp, bündig und einige Beats als Kostprobe vorlegend und doch nicht dazu rappend, brachte das Ganze wenig Pluspunkte. Trotz Berlin-Artefakten on the cap und sichtbar auf'm Bauch bewegte sich die Sympathiegrenze gerade mal bis zum Bühnenrand.


Anders der Herr im gelb-schwarz-geringelten Pulli. Make some Noise! als schlagendes Argument des Abends, brachte die Herrschaften im Saal zum Hands up. MC Dos Noun aus Pittsburgh (Pennsylvania, USA) ist nicht nur ambitionierter, sondern hält die Flagge des klassischen Einflusses hoch. Denn der finnische und als heimlicher Nationalhymnenkomponist gehandelte Jean Sibelius lehrte ihn Streicher- und Pianoarrangements und bezaubernden Klimbim in seine Songs einzubauen.


iCON the Mic King knallt dann ordentlich rein. Deswegen sind zwar nicht mehr Leute am Start, aber die Stimmung steigt merklich und Dos Noun gesellt sich für zwei Tracks zu ihm. Und endlich duftet es nach "Pferd" aus der hintersten Ecke. Masse im Beat und vorpreschende Bühnenpräsenz rechtfertigten seine Performance, die weit länger andauerte als die der Vorgänger. Amüsement brachte die EOW-Disziplin Wir-rappen-mit-verbundenen-Augen-über-Gegenstände-die-wir-aus-dem-Sack-ziehen. Im schwungvollen Beatwechsel aus den 80igern bis hin zum Kongostyle vertonte er book on the head, fucking iphone, keys, paper and a cup of beer, take a picture und why you need a cloth?


Lag es an der späten Stunde oder am nachlassenden Regen, die Floors füllten sich und der Tanz in den Pfingstsonntagmorgen fand rege Begeisterung. Lauschig heimatlich verbunden fühlte man sich im Konzertteil, mittendrin im Tanzrausch. Dafür sorgten nicht zuletzt die DJs Werd, Bulet, iGadget und Freshfluke.

 

 

(P •• Perle, Mai 2009)

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